Ganzjährig bietet die Salvatorkirche ein hochkarätiges Musikprogramm – hier spielen weltbekannte OrganistInnen, hier hören Sie große Oratorien und Gastkonzerte mit namhaften Solisten und Ensembles
Regelmäßige Führungen finden an jedem ersten Sonntag im Monat statt. Wir bieten Ihnen in Salvator aber auch Themen- und individuelle Führungen an, auch in Fremdsprachen.
Der Erhalt eines Kirchenbauwerks von der Bedeutung Salvatorkirche und die Vielfalt der kulturellen Veranstaltungen ist ohne Ihre Hilfe dauerhaft nicht möglich –dazu brauchen wir Ihre Unterstützung!
Die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg ist eine der insgesamt 15 Kirchengemeinden, die zum „Evangelischen Kirchenkreis Duisburg“ zusammengeschlossen sind. Mehr als 110.000 Menschen in unserer Stadt sind evangelisch. Davon gehören 58.000 zu einer der 15 Kirchengemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Duisburg. Die Ev. Kirchengemeinde Alt-Duisburg erstreckt sich räumlich von West nach Ost über die Stadtteile Neuenkamp, Kaßlerfeld, Altstadt und Teile des Dellviertels bis nach Osten mit dem Stadtteil Duissern. Zur Kirchengemeinde gehören 8.700 Gemeindemitglieder. Die Gemeinde ist aufgeteilt in 3 Pfarrbezirke, die die seelsorgliche Begleitung der dort wohnenden Gemeindemitglieder gewährleisten. Schwerpunkte der Arbeit in unserer Kirchengemeinde sind die Kirchenmusik, der jüdisch-christliche Dialog, die Salvatorkirche als Stadtkirche von Duisburg, die Arbeit mit Kindern und die Seniorenarbeit.
und lädt herzlich zum Mitsingen im Jubiläumsjahr ein.
Drei große Festkonzerte stehen auf dem Programm: Am 25. April sind unter dem Motto „Es lacht der Mai“ Haydns „Frühling“, Mendelssohns „Walpurgisnacht“ sowie der Frühlingsstimmenwalzer von Johann Strauß zu hören, im Oktober gibt es dann Mendelssohns „Elias“ und im Dezember Bachs Weihnachtsoratorium plus Überraschungsstück.
Interessentinnen und Interessenten mit Chorerfahrung sind herzlich eingeladen dabei zu sein, auch gerne als Projektsänger/innen. Bitte bis zum 19. Januar im Musikbüro bei Kirchenmusikdirektor Marcus Strümpe zu einem Vorgespräch melden: unter 0203/287431 oder unter musik [at] salvatorkirche [punkt] de
Die Salvatorkantorei wurde 1951 vom damaligen Duisburger Kantor Konrad Voppel gegründet und hatte Ihren Schwerpunkt zunächst auf den großen Oratorien von Johann Sebastian Bach, welche regelmäßig aufgeführt wurden. Heute singt der Chor zudem in Verbindung mit Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker auch gerne Raritäten und große romantische Werke und ist dadurch weit über die Region bekannt. Mehr Infos gibt es hier: www.salvatorkirche.de
Hinweis
Es sind keine anstehenden Veranstaltungen vorhanden.
Das Renaissanceensemble „Iter musicum” gehört zwar nicht zur Kirchenmusik Hochfeld-Neudorf, probt und spielt aber dort – und ist oft und gerne zu Gast in anderen Duisburger Gemeinden.
Musikalische Leitung: Volker Nies
KMD Marcus Strümpe studierte in Essen und Trossingen. In Essen war er Chorassistent von Prof. Ralf Otto. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. Als Organist wurde er von Gerd Zacher und Christoph Bossert ausgebildet, weitere Studien bei Ewald Kooiman u.a.. Strümpe ist seit 2007 Kantor der Duisburger Salvatorkirche mit ihrer Kuhn-Orgel, die er auf einer CD mit Werken von Cochereau, Gershwin, Bach u.a. portraitierte. Mit der Salvatorkantorei führt er neben der klassischen Chorliteratur von Bach über Bruckner bis Bernstein auch unbekanntere Werke auf. Darüber hinaus arbeitet er als Leiter des Philharmonischen Chores mit den Duisburger Philharmonikern sowie Gastdirigenten (Lorin Maazel, Axel Kober, John Fiore u.a.) zusammen und ist dem Orchester ebenfalls als Organist verbunden. Strümpe ist einer der Kuratoren der neuen Konzertsaalorgel in der Duisburger Mercatorhalle, deren Planung und Bau er begleitet hat. Er ist Kreiskantor in Duisburg und Kirchenmusikdirektor der ev. Kirche im Rheinland.
KONTAKT
Möchten Sie zu den Konzerten per e-mail eingeladen werden oder ein Jahresprogramm zugeschickt bekommen? Dann schreiben Sie oder rufen an:
Wenn Sie Interesse haben mitzusingen, dann melden Sie sich unter der obigen Adresse. Wir proben donnerstags ab 19.30 Uhr in der Marienkirche.
Nutzen Sie auch unser Angebot auf youtube. Sie finden dort eine Orgelführung, unsere Corona-online-Karfreitagskonzerte sowie Orgelmusik, gespielt auf unserer Kuhn-Orgel.
Einen Rundflug durch die Salvatorkirche finden Sie hier
Die Salvatorkantorei wurde 1951 gegründet. Sie gestaltet seitdem jährlich 2-3 große Konzerte in der spätgotischen Stadtkirche Duisburgs. Konzertreisen führten sie in die Niederlande, nach Großbritannien, Israel, Berlin und mehrfach nach Litauen. Aufgeführt wurden in der Vergangenheit neben Oratorien von Händel, Bach und Mendelssohn die Requien von Mozart, Brahms und Verdi, die große f-moll Messe von Bruckner, das Stabat mater von Rossini, aber auch Musik des 20. Jahrhunderts wie die „Psalmensinfonie“ von Strawinsky, Bernsteins „Chichester Psalms“ oder Honeggers „Cantate de noël“. Höhepunkte der letzten Zeit waren Aufführungen des „Elias“ von Mendelssohn, der „Matthäuspassion“ von J.S. Bach sowie Berlioz´ monumentale „Messe solennelle“ im Rahmen der Feierlichkeiten zum 700. Geburtstag der Salvatorkirche. 2019 fand eine Aufführung des War-Requiems von Britten statt. In den letzten Jahren erklangen als Höhepunkte Suppès Requiem sowie Dvoraks Meisterwerk „Die Geisterbraut“. Derzeit singen ca 100 musikbegeisterte aller Altersgruppen in der Salvatorkantorei.
Junge Talente präsentieren ihr Programm für Jugend Musiziert
Für manche ist es das erste Mal, andere sind schon „alte Hasen“ – aufregend ist die Teilnahme am Wettbewerb Jugend musiziert allemal. Eine gute Vorbereitung gehört unbedingt dazu, und so stellen die jungen Schülerinnen und Schüler der Musikschule Duisburg ihr Wettbewerbsprogramm schon einmal vorab im Rahmen eines Konzerts vor.
40min Orgelmusik von Wagner (Tristan-Vorspiel), Sweelinck (Est-ce Mars), Vierne (Claire de lune), Liszt (Liebestraum No 1), Mendelssohn (Hochzeitsmarsch), Bunk (Romanze)
Chor- und Orgelwerke von Schütz, Mendelssohn, Bach u.a.
Eintritt frei, Spende am Ausgang
Die Wuppertaler Kurrende wurde 1924 gegründet und ist der älteste Knabenchor der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bei jährlich bis zu 60 Auftritten in der ganzen Bundesrepublik erreicht der Knabenchor tausende von Zuhörern. Geistliche Chormusik bildet den musikalischen Schwerpunkt, wobei das Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne reicht.
Tonio Schibel, Lluc Pia Sorolla – Violine, NN – Viola, Inés Bueno Lopez – Violoncello
Eintritt 20 Euro
Musik am Marientor2026 steht ganz im Zeichen des Streichquartetts. Das erste Quartettkonzert wird eröffnet von Mozarts Jagdquartett. Das dritte Streichquartett von Brahms steht ebenfalls in der Jagdtonart B-Dur und nimmt Bezug auf Mozarts Werk, wurde aber in einem idyllischen Vorort von Heidelberg am Neckar komponiert und ist von der Stimmung her entsprechend lyrisch.
Gregor Finke, Bariton; Franziska Orendi, Mezzosopran
Philharmonischer Chor Duisburg, Mitglieder der Duisburger Philharmoniker
Ltg.: KMD Marcus Strümpe
Tickets zu 26/erm. 15 Euro (Endpreis) hier und an der Abendkasse. Ermäßigung für Schüler und Studenten. Freie Platzwahl
-Im Rahmen der Duisburger Akzente-
Poulenc und Duruflé – zwei bedeutende Vertreter der französischen Musik des 20. Jhd. Beide eint die religöse Begeisterung für den französisch-mystischen Katholizismus. Unterschiedlich sind ihre Wege dorthin: Ersterer hat erst durch den Tod eines Freundes sein dandyhaftes Leben aufgegeben und eine religiöse Metarmorphose zum Gläubigen durchlebt. Erst seitdem schrieb er bedeutende sakrale Musik für die Ewigkeit. Duruflé war von Beginn an tiefgläubiger Katholik und einer der bedeutendsten Organisten seiner Zeit. Sein stark von der Gregorianik inspiriertes Requiem gilt als Meisterwerk der französischen Kirchenmusik.
Ein musikalisches Menü, das die Vielfalt Kleinasiens in der Sprache der klassischen Streichquartett-Kultur erlebbar macht. Anatolische Volkslieder (Türküs) treffen auf neue Kompositionen aus der Türkei und entfalten einen lebendigen zwischen Orient und Okzident.
Kantorei der Salvatorkirche, Mitglieder der Duisburger Philharmoniker
Ltg.: KMD Marcus Strümpe
Tickets zu 26/erm. 15 Euro (Endpreis) hier und Abendkasse. Ermäßigung für Schüler und Studenten. Freie Platzwahl
Die Salvatorkantorei wird 75 Jahre jung! Willkommener Anlass für ein besonderes Konzert mit Werken, die bisher nie in der Salvatorkirche erklungen sind. Es zeigt sich hier der Anspruch des Chores, auch jenseits ausgetretener Pfade spannende Musik an diesem besonderen Ort vorzustellen. Am Ende des Programmes sind die Zuhörer gefordert: Wir alle singen gemeinsam Mozarts „Komm lieber Mai und mache“ – eine gemeinschaftliche, frühlingshafte Erfahrung…feiern Sie mit!
Ein musikalischer Dialog zwischen Tradition und Gegenwart: Zwei Streichquartette vereinen sich zum Oktett und erkunden Werke von Loius Spohr und Georges Enescu – vom kammermusikalischen Wechselspiel bis zum verschmolzenen Klangkörper.
Velvet Quartet: Ezgi Su Apaydin & Laura Muskare – Violine, Patricia Gomez Carretero – Viola, Frederick Winterson, Cello
Kandinsky Quartet: Hannah Kandinsky & Israel Gutierrez Vildosola – Violine, Ignazio Alayza – Viola, Antonio Gervilla Diaz, Cello
Eine Masterclass mit Erato-Mitgründerin Alexandra von der Weth, die sich der italienischen Belcanto-Tradition mit Fokus auf stilistische Authentizität, Italianità und sprachliche Präzision widmet. Gemeinsam mit dem Pianisten, Dirigenten und Opera Coach Roland Techet wird an vokaler Technik, Ausdruck und musikalischer Gestaltung im Sinne Giuseppe Verdis gearbeitet.
Alexandra von der Weth, Roland Techet, Teilnehmende der Masterclass
Werke von William Byrd, Thomas Tallis bis Bob Chilcott & Adele („Skyfall“).
Das Vokalensemble „The Queen’s Six“ lebt innerhalb der Mauern von Windsor Castle, dem Wochenendsitz von Queen Elizabeth II., wo sie in der St George’s Chapel die nahezu täglichen „Evensongs“ (Abendmusiken) und „Services“ (Gottesdienste) als Teil des Chores ausgestalten. Sie musizieren regelmäßig für die Royal Family – sowohl bei privaten als auch staatlichen Empfängen.
Mit Stücken aus ihrem kommenden Album und a-cappella-Musik bis hin zu brandneuen Arrangements von James-Bond-Songs ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei.
Eine Neuauflage des Kaffee-und-Kuchen-Konzerts gibt es dieses Jahr mit zwei schwungvollen, vom Jazz inspirierten Klaviertrios, dem Divertissement des ukrainisch-russischen Komponisten Nikolai Kapustin und der „Café Music“ des im vorigen Jahr verstorbenen Paul Schoenfield. Etwas Ruhe bringen dazwischen der Tango „Café 1930“ von Astor Piazzolla und die Preludes von George Gershwin.
Seit einiger Zeit finden einige Konzerte auch in unserer renovierten Marienkirche statt (Josef Kiefer Str., 47051 Duisburg, gegenüber Theater am Marientor). Sie wurde 1150 zur Gründungskirche des Johanniter-Ordens und besitzt eine wechselvolle Geschichte. Ihr ansprechendes Inneres und ihre hervorragende Akustik versprechen besondere Konzerterlebnisse. Mehr zur Marienkirche finden Sie hier.
Die Salvatorkirche ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Sonntags nach dem Gottesdienst von 11 bis 13 Uhr. Montags geschlossen.
Führungen durch die Salvatorkirche
an jedem ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr (ca 60min, Eintritt frei). In der Adventszeit gelten besondere Kirchenführungszeiten.
Führungen nach Vereinbarung:
für Schulklassen, touristische Gruppen, Betriebsführungen – gegen freiwillige Spende.
Schwerpunktthemen:
Geschichte der Salvatorkirche
Architektur – Theologie
Kirchenfenster
Christlich – jüdischer Dialog
Orgel
Theodor Weber: Marktplatz Duisburg 1850 (Quelle: wikipedia)Rathaus und Salvatorkirche 1925 (Quelle: wikipedia)Mercator-Epitaph
Zur Geschichte der Salvatorkirche
Um 800 gründen die Franken, bedingt durch die günstige Verkehrslage an Rhein und Hellweg, auf dem Burgplatz eine Königspfalz als Verwaltungszentrum. Die Holzkapelle, die zu der Pfalz gehört, ist Vorgängerin der heutigen Salvatorkirche. Um 900 wird sie im Heberegister der Abtei Prüm in der Eifel urkundlich erwähnt. Um 1000 ersetzt man die Holzkapelle durch einen romanischen Steinbau.
12. und 13. Jahrhundert
1254 übernimmt der Deutschritterorden das Patronat über die Kirche. Die Ritter erbauen, unter Einbeziehung des romanischen Grundrisses, eine dreischiffige, gotische Pfeilerbasilika. Im Laufe von vielen Jahren wird das Gotteshaus ausgeschmückt, unter anderem mit einem Chorgestühl, der Salvatorstatue und elf Apostelfiguren. Taufstein und Sakramentenhäuschen befinden sich heute noch in der Kirche.
14. und 15. Jahrhundert
Am Palmsonntag 1467 brennt der Kirchturm ab. Im gleichen Jahr erfolgt die Grundsteinlegung für einen neuen Turm, der im Jahr 1493 wieder aufgebaut ist. Er hat eine Höhe von 106 Metern und dient der Stadt als Wachturm.
16. und 17. Jahrhundert
1571 wird die Kirche evangelisch. 1594 stirbt der Kartograph Gerhard Mercator und wird in der Kirche beigesetzt. 1610 tagt die 1. Generalsynode der reformierten Gemeinden der Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg in der Salvatorkirche. Es werden Beschlüsse gefasst, die noch heute zentraler Bestandteil der Kirchenordnung des Evangelischen Kirche im Rheinland sind. 1655 findet in der Salvatorkirche die Gründungsfeier der 1. Evangelischen Universität Preußens statt, Gründungsrektor ist der Theologieprofessor Johannes Clauberg. (Epitaph in der Südkapelle)
19. Jahrhundert
Kleinere Ausbesserungsarbeiten geschahen um 1816 und um 1850: In den napoleonischen Kriegswirren musste 1815 für ein Jahr lang die Salvatorkirche als Kornspeicher herhalten, um das französische Heer zu versorgen. Der preußische Staat besorgte die anschließende Ausbesserung, die ebenfalls ein Jahr andauerte.
Der Anstrich im Inneren der Kirche sollte 1883 aufgefrischt werden. In der reformatorischen Zeit bis spätestens um 1790 waren alle Wand- und Deckengemälde vollständig mit Kalkfarbe übertüncht worden. An der Decke im Chorraum entdeckte man neben einigen Engeldarstellungen eine Salvatorfigur, nachdem man die Kalkhülle entfernt hatte. Christus, der „Salvator mundi“, trägt die Erdkugel in seiner Hand, die andere Hand ist zum Segen erhoben. Ein Heiligenschein ist um den Kopf herum gemalt.
Nach dieser vereinzelten Wiederentdeckung wurde der Wunsch der Gemeinde nach einer noch umfangreicheren Wiederherstellung der Salvatorkirche in den Folgejahren immer lauter und auch dringlicher. Der Verfall drohte. Der Beschluss einer Baukommission zur Renovierung fiel 1898. Die ersten Arbeiten begannen 1901. Der letzte Gottesdienst in der Salvatorkirche fand statt am 13.04.1903. Jetzt wurde in großem Stile im Inneren und an der äußeren Gebäudehülle restauriert und saniert. Die Wiedereinweihung erfolgte am 26.07.1904.
20. Jahrhundert
Am 13. Mai 1943 sucht ein verheerender Bombenangriff auf Duisburg die Salvatorkirche heim. Der brennende Kirchturm stürzt auf das Langhaus und die Kirche brennt völlig aus. 1960 ist der Wiederaufbau abgeschlossen. Von 1989 bis 2002 erfolgt eine Generalsanierung der Salvatorkirche. Eine neue Orgel der Schweizer Firma Kuhn wird am Michaelissonntag 2002 in Dienst genommen.
Mercator-Epitaph
Eine steinerne Gedenktafel in der Südkapelle erinnert an Gerhard Mercator. Der Kartograph wurde bekannt durch die nach ihm benannte „Mercator-Projektion“ und die Entwicklung des Atlas als Kartensammlung. Der 1512 in Flandern geborene Mercator hat in unmittelbarer Nähe der Salvatorkirche gelebt und gearbeitet; 1594 wurde er in der Salvatorkirche beigesetzt. Das Bild auf dem Epitaph zeigt Gerhard Mercator ungefähr ein Jahr vor seinem Tod. Die zahlreichen weiteren Epitaphien in der Kirche sind bedeutenden Duisburger Bürgern gewidmet, von denen die meisten in der Kirche begraben wurden.
Die Fenster der Salvatorkirche
Das Fensterkonzept der Salvatorkirche beginnt 1955 mit der Gestaltung der drei großen Fenster im Hohen Chor. Gearbeitet nach Entwürfen von Karl Hellwig zeigen die Fenster die Paradiesgeschichte aus Genesis 2 (linkes Fenster) und Szenen aus der Geschichte der jungen Christenheit, z.B. das Pfingstwunder aus Apg 2 (rechtes Fenster). Im Mittelpunkt des geosteten Chorraums steht das „Salvatorfenster“. Dieses zentrale Fenster zeigt oben Jesus Christus als „salvator mundi“, als auferstandenen Retter der Welt. Darunter sind Szenen aus dem Leben Jesu zu erkennen.
Die Entwürfe zu den Fenstern in den Seitenschiffen der Kirche stammen zum großen Teil von Claus Pohl. Die Fenster der Nordseite (links vom Haupteingang) sind einzelnen Büchern und Themen des Neuen Testaments gewidmet (Johannesevangelium, Markusevangelium, Brief des Paulus an die Korinther, Lukasevangelium und Matthäusevangelium), die Fenster der Südseite (rechts vom Haupeingang) erzählen von prophetischen Gestalten der hebräischen Bibel (Hesekiel, Jeremia, Amos, Jesaja und Abraham).
Die abstrakter gestalteten Fenster basieren auf Entwürfen von Berthold Jahnke, z.B. die sechs Fenster in der Südkapelle, die die Tagewerke der Schöpfungsgeschichte nach Genesis 1 darstellen. Zu den „Jahnke-Fenstern“ zählt auch das große Westfenster über dem Haupteingang der Kirche zur Johannesoffenbarung und das Tauffenster neben dem Taufbecken in der Nordkapelle, sowie die Zehn Gebote im Obergaden.
Besondere Bedeutung besitzt das Gedenkfenster für die alte Duisburger Synagoge, das sich rechts neben dem Haupteingang befindet und zum Rathaus weist. Gestaltet nach einem Entwurf des jüdischen Künstlers Naftali Bezem zeigt es die Zerstörung der Synagoge durch die Nationalsozialisten am 9.November 1938.
Die Taufe Jesu von Claus PohlDas Tauffenster von Berthold Jahnke
Architektur
Die Salvatorkirche ist eine gotische Basilika mit einem dreischiffige, sechsjochigen Langhaus. An die Vierung schließen sich einjochige Querschiffe an. Der zweijochige Chor hat einen polygonalen 5/8-Schluss. Die südliche Seitenkapelle entspricht in ihrer spätgotischen Form der des Chores. Das Maßwerk zeigt reichen Fischblasenschmuck. Das Mauerwerk ist aus hellgrauem Tuffstein gefertigt. Das Kirchendach ist mit dunklem Schiefer gedeckt.
Das Strebewerk am Langhaus ist ein Schmuck der historisierenden Gestaltung zu Beginn des 20. Jh. Statisch wäre es nicht erforderlich. Ebenso stammen die gemauerten Giebel der Querschiffe aus dieser Zeit.
Der Turm hatte zeitweilig eine Höhe von 112 Metern. Er wurde erstmals 1367 fertig gestellt und ruht auf vier mächtigen Pfeilern im Westteil der Kirche. Die Westwand des Turmuntergeschosses präsentiert ein beachtliches Fenster zum Alten Markt hin. Den heutigen Abschluss des Turmes bildet ein oktogonales Glockengeschoss von 1903. Der zugehörige neogotische Turmhelm wurde im 2. Weltkrieg zerstört.